Projekt VegÖL

Transformation des Ernährungssystems durch Entwicklung und Erhöhung des Beitrags des biozyklisch-veganen Anbaus

Vom 01. Juli 2021 bis 31. Dezember 2022 läuft unser durch das Umweltbundesamt und die Deutsche Postcode Lotterie Stiftung sowie ARIWA gefördertes Projekt mit dem Akronym „VegÖL“ (Veganer Ökolandbau). Der offizielle Titel des Projektes lautet “Transformation des Ernährungssystems durch Entwicklung und Erhöhung des Beitrags des biozyklisch-veganen Anbaus”. Hierbei werden wir vier Arbeitsphasen durchlaufen, um Schritt für Schritt folgende Ziele zu erreichen:

– Stärkere Verbreitung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades des biozyklisch-veganen Anbaus,

– Stärkere Vernetzung relevanter Stakeholder aus allen Bereichen der Lebensmittelwertschöpfungskette,

– Analyse der Hemmnisse und möglichen Anreize für eine Umstellung auf biozyklisch-veganen Anbau, die Verarbeitung und Vermarktung biozyklisch-veganer Produkte sowie für eine Kaufentscheidung für biozyklisch-vegane Erzeugnisse auf Konsumebene,

– Erarbeitung entsprechender Informations- bzw. Schulungsangebote und -materialien.

Dazu werden in Arbeitsphase 1 (Juli – November 2021) die Chancen und Hemmnisse des biozyklisch-veganen Anbaus ermittelt, indem wir Interviews mit relevanten Stakeholdern entlang der Wertschöpfungskette – Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Konsum – führen. Diese werden in einem gemeinsamen Stakeholder-Workshop präsentiert, wobei auch die daraus abzuleitenden Handlungsmöglichkeiten diskutiert werden. Außerdem wird in Phase 1 eine Projektwebsite entstehen.

Nun können in Arbeitsphase 2 (Dezember 2021 – März 2022) auf Grundlage der Erkenntnisse aus Arbeitsphase 1 Informations- und Schulungsmaterialien für alle Ebenen der Wertschöpfungskette, wie beispielsweise ein Umstellungsleitfaden sowie ein Best-Practice Video für die Ebene der biozyklisch-veganen Erzeugung erstellt werden. Diese Materialien werden dann auf der BIOFACH-Messe 2022 in Nürnberg sowie auf den Öko-Feldtagen 2022 in Villmar (Hessen) präsentiert.

In der dritten Arbeitsphase (April – Oktober 2022) geht es dann um die Organisation und Durchführung einer Vernetzungstagung, zu welcher etwa 100 Personen aus allen relevanten Bereichen eingeladen werden sollen. Wichtige Elemente der Tagung sind u.a. Vorträge und Workshops zu relevanten Themen des biozyklisch-veganen Anbaus sowie Möglichkeiten der Vernetzung verschiedener Stakeholder. Hier wird außerdem ein Memorandum mit einem 10-Punkte-Plan vorgestellt und verabschiedet.

Die letzte Arbeitsphase (November – Dezember 2022) wird zum einen die Herausgabe des wissenschaftlichen Tagungsbandes der Vernetzungstagung beinhalten. Außerdem werden die Ergebnisse aller Arbeitsphasen aufbereitet und insbesondere die Informations- und Schulungsmaterialien in eine Online-Plattform eingebettet und durch ein interaktives E-Learning-Tool für umstellungsinteressierte Erzeugerbetriebe ergänzt.

Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Sie haben Fragen zum Projekt?

Die Projektkoordinatorin für das VegÖL-Projekt ist Anja Bonzheim.

Kontakt: a.bonzheim@biozyklisch-vegan.org

Alina Gieseke und Freya Schulz assistieren im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes.

Kontakt: alina.gieseke@biozyklisch-vegan.org, f.schulz@biozyklisch-vegan.org

Biozyklisch-Vegane Vernetzungstagung vom 8. bis 9. Oktober 2022 in Frankfurt/Main 

Mit Freude teilen wir mit, dass dieses Jahr im Rahmen des Verbändevorhabens des Umweltbundesamtes “Transformation des Ernährungssystems durch Entwicklung und Erhöhung des Beitrags des biozyklisch-veganen Anbaus (VegÖL) vom 8. bis 9. Oktober eine Vernetzungstagung rund um den biozyklisch-veganen Anbau stattfinden wird.  

Die Veranstaltung ist für all jene als Begegnungsort gedacht, die sich schon mit dem biozyklisch- veganen Anbau beschäftigen oder sich künftig damit befassen möchten. Ziel ist es, das Innovationspotential des biozyklisch-veganen Anbaus entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit Hilfe von Workshops und Fachvorträgen zu den Themenbereichen Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Konsum auszuleuchten und dabei wichtige Impulse aus verschiedenen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft aufzugreifen. Vielfältige Diskussionen, Einblicke in relevante Dauerfeldversuche, eine Filmvorführung und Verkostungen von Lebensmitteln aus biozyklisch-veganer Produktion runden das Tagungsangebot ab.

Hiermit laden wir herzlich dazu ein, Synergien zu schaffen und gemeinsam zur Umsetzung der biozyklisch-veganen Prinzipien im Agrar- und Ernährungssystem der Zukunft beizutragen.

Das detaillierte Tagungsprogramm finden Sie in Kürze unter www.veganer-oekolandbau.de.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) bezeichnet den biozyklisch-veganen Anbau als „klimasensible Alternative“ zu den gängigen Landwirtschaftspraktiken. In einer durch das Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Studie wird dieser als eine innovative Praxis mit besonderem Nachhaltigkeitspotenzial betrachtet. Diese Resonanz sowie die stetig steigende Anzahl an Betrieben, die an einer Umstellung bzw. Zertifizierung interessiert sind, zeugt davon, dass biozyklisch-veganer Anbau europaweit an Aufmerksamkeit dazugewinnt.  

Jetzt ist der Moment, die Weichen für weiterführende Entwicklungen zu stellen. Durch die Vernetzung aller Stakeholder werden neue Synergien geschaffen, die es ermöglichen, den biozyklisch-veganen Anbau stärker aufzustellen und seine Potentiale effektiver auszuschöpfen.

Tagungsort
Zeiten

Ka Eins / Ökohaus Frankfurt Kasseler Str. 1a

60486 Frankfurt/Main

 

Samstag, 8. Oktober, 09:30 Uhr – 18:00 Uhr

Sonntag, 9.Oktober: 09:30 Uhr – 16:30 Uhr

Die vollständige Tagungseinladung können Sie hier herunterladen.

Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Weitere Förderung erhält das Projekt durch die  Deutsche Postcode Lotterie Stiftung sowie durch ARIWA Animal Rights Watch e.V.

Projektteam

Anja Bonzheim

Anja Bonzheim (MSc) lebt in der Nähe von Marburg (Hessen) und studierte Ökolandbau und Vermarktung sowie Öko-Agrarmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). Die Frage nach einem veganen Ökolandbau bestimmte ihre Abschlussarbeiten und führte zu langjährigem Engagement für den biozyklisch-veganen Anbau.

Im Förderkreis koordiniert sie seit Juli 2021 das Projekt VegÖL, außerdem ist sie für Teile der Öffentlichkeitsarbeit, die Mitgliederbetreuung und die Buchhaltung zuständig. Neben Vorträgen, die sie zum biozyklisch-veganen Anbau hält, berät sie umstellungsinteressierte Betriebe zu den Biozyklisch-Veganen Richtlinien.

Kontakt: a.bonzheim@biozyklisch-vegan.org

Alina Gieseke

Alina Gieseke (MSc) studierte Ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel (Witzenhausen) und Human-Animal Interactions (Mensch-Tier Beziehungen) mit einem Schwerpunkt in Tierethik an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sie interessiert sich vor allem für die Frage wie Menschen und nicht-menschliche Tiere in Zukunft zusammenleben können. Ihre Abschlussarbeiten befassten sich mit dem Thema Lebenshof. 

Als Bundesfreiwillige unterstützt sie den Förderkreis im Projekt VegÖL, um aktiv an der Ernährungswende mitzuwirken, eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu gestalten und so zu einem friedlichen Miteinander von Menschen und anderen Tieren beizutragen. 

Kontakt: alina.gieseke@biozyklisch-vegan.org 

Freya Schulz

Freya Schulz (M.Sc.) hat Umweltwissenschaften, Soziale Ökologie sowie Agrar- und Humanökologie studiert. Gemeinsam mit Anja Bonzheim organisierte sie 2015 die Bio-Veganen Landbautage. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie über potenzielle Entwicklungschancen des veganen Ökolandbaus.

Sie beschäftigt sich mit theoretischen Fragen rund um eine Transformation der gesellschaftlichen Naturverhältnisse in Richtung Wohlergehen aller Lebewesen, erarbeitet Konzepte zur Sichtbarmachung sozial-ökologischer Praxen wie dem biozyklisch-veganen Anbau und ist in der Vernetzung zwischen Akteuren und Akteurinnen aktiv.

Kontakt: f.schulz@biozyklisch-vegan.org

Hannes Siebert

Hannes Siebert studierte Bioenergie an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und schwenkte dann auf Ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel um, wo er 2018 sein Masterstudium begann. Er interessiert sich für regionale Verpflegungsstrukturen und beschäftigt sich in diesem Sinne nicht nur mit der Frage, wie eine nachhaltige und gesunde Ernährung aussehen kann, sondern auch, wie diese schmackhaft zubereitet werden kann.  
 
Im Rahmen seiner Masterarbeit unterstützt Hannes das VegÖL-Projekt nun in Arbeitsphase 1 insbesondere im Bereich der Verarbeitung. 
 

Arielle Galicia

Arielle Galicia hat ihren Bachelor in Landschaftsplanung und Naturschutz absolviert und studiert derzeit Öko-Agrarmanagement im Masterstudiengang an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde.

Nachhaltiges Leben und Wirtschaften spielen für sie eine große Rolle. Insbesondere die Verbreitung des veganen Ökolandbaus als treibende Kraft für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem motiviert sie dazu, ab September 2021 ein dreimonatiges Praktikum im Förderkreis zu absolvieren und dabei vor allem das Projekt VegÖL zu unterstützen.

Kontakt: arielle.galicia@biozyklisch-vegan.org