Laufende Projekte

Projekt VegWERT

Ökologisch und vegan ab Feld - Aufbau von Wertschöpfungsketten in der Region Brandenburg-Berlin-Sachsen

Am 1. März 2026 startete das Projekt des Förderkreises unter dem Titel „VegWERT – Aufbau von biozyklisch-veganen Wertschöpfungsketten in der Region Brandenburg-Berlin-Sachsen“. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) durchgeführt, mit dem das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gezielt Vorhaben unterstützt, die zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Land- und Lebensmittelwirtschaft beitragen.

Im Zentrum des Projekts steht der Aufbau erster biozyklisch-veganer Wertschöpfungsketten in der Region. Dafür werden landwirtschaftliche Betriebe und Verarbeitungsunternehmen sowie Akteurinnen und Akteure aus Handel und Gemeinschaftsverpflegung miteinander vernetzt und bei der Entwicklung neuer Kooperationen unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung und Markteinführung biozyklisch-veganer Produkte sowie deren Platzierung im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gemeinschaftsverpflegung. 

Begleitend dazu werden Beratungs- und Qualifizierungsangebote für interessierte Betriebe umgesetzt, um die Umstellung auf den biozyklisch-veganen Anbaus und entsprechende Verarbeitungs- und Vermarktungsprozesse zu unterstützen. Durch Veranstaltungen, Austauschformate und gezielte Öffentlichkeitsarbeit werden zudem Wissenstransfer und Vernetzung gefördert sowie die Sichtbarkeit biozyklisch-veganer Produkte gestärkt.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Analyse von Marktpotenzialen und strukturellen Herausforderungen in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Die gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um praxisnahe Handlungsempfehlungen für den Aufbau und die Weiterentwicklung biozyklisch-veganer Wertschöpfungsketten zu erarbeiten.

Projektpartner sind der Biohof Hausmann und die Lerchenbergmühle, beide bei Leipzig, die ihre praktische Erfahrung in das Projekt einbringen und als zentrale Akteure in der Entwicklung und Erprobung der Wertschöpfungskette fungieren.

Projektträger für das Programm ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau.

Projekt ProRegio

Regionale Zukunftshöfe – Wissenslücken schließen für die Proteinwende

Am 1. März 2025 startete das Projekt des Förderkreises „ProRegio“ unter dem Titel „Regionale Zukunftshöfe – Wissenslücken schließen für die Proteinwende“. Dieses Projekt läuft im Rahmen des Chancenprogramms Höfe, mit dem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gezielt Landwirtinnen und Landwirte unterstützt, die von der Tierhaltung auf die Produktion und Verarbeitung innovativer Eiweiß- und klimafreundlicher Lebensmittel umstellen wollen. Ziel der Förderung ist es, Wissen bezüglich der Erzeugung, Lagerung und Verarbeitung nicht-legumer Eiweißpflanzen sowie von Algen und Pilzen zur Entwicklung von innovativen nachhaltigen Lebensmitteln und ihren Bestandteilen zur Proteinversorgung in der Humanernährung zu verbreiten. Teil dieser angestrebten Transformation ist auch der biozyklisch-vegane Anbau.

Das Projekt umfasst sechs Informations-Feldtage auf Best-Practice-Betrieben in verschiedenen Regionen Deutschlands und begleitende Online-Veranstaltungen, bei denen auch der biozyklisch-vegane Anbau als Anbau- und Einkommensalternative vorgestellt werden soll. Durch zusätzliche Beratung interessierter Betriebe und gezielte Öffentlichkeitsarbeit werden weiterhin akademisches Wissen und Praxiserfahrungen zu Anbau, Lagerung und Verarbeitung nicht-legumer Eiweißpflanzen wie Nüsse und Pseudogetreide sowie von Algen und Pilzen verbreitet.

Die beiden Vereine TransFARMation Deutschland e. V. und Faba Konzepte e. V. werden das Projekt mit ihrer Expertise begleiten.

Projektträger für das Programm ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Chancenprogramms Höfe.

Abgeschlossene Projekte

Projekt VegÖL I

Transformation des Ernährungssystems durch Entwicklung und Erhöhung des Beitrags des biozyklisch-veganen Anbaus

Vom 01. Juli 2021 bis 28. Februar 2022 lief unser durch das Umweltbundesamt und die Deutsche Postcode Lotterie Stiftung sowie ARIWA gefördertes Projekt mit dem Akronym „VegÖL“ (Veganer Ökolandbau). Der offizielle Titel des Projektes lautet “Transformation des Ernährungssystems durch Entwicklung und Erhöhung des Beitrags des biozyklisch-veganen Anbaus”. Hierbei werden wir vier Arbeitsphasen durchlaufen, um Schritt für Schritt folgende Ziele zu erreichen:

– Stärkere Verbreitung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades des biozyklisch-veganen Anbaus,

– Stärkere Vernetzung relevanter Stakeholder aus allen Bereichen der Lebensmittelwertschöpfungskette,

– Analyse der Hemmnisse und möglichen Anreize für eine Umstellung auf biozyklisch-veganen Anbau, die Verarbeitung und Vermarktung biozyklisch-veganer Produkte sowie für eine Kaufentscheidung für biozyklisch-vegane Erzeugnisse auf Konsumebene,

– Erarbeitung entsprechender Informations- bzw. Schulungsangebote und -materialien.

Folgevorhaben VegÖL II

Bildungsveranstaltungen zum biozyklisch-veganen Anbau als Beitrag zu einem pflanzenbasierten Ernährungssystem

Das Umweltbundesamt hat ein 24-monatiges Folgevorhaben, das an das vergangene Projekt anknüpft,  mit dem Titel „Bildungsveranstaltungen zum biozyklisch-veganen Anbau als Beitrag zu einem pflanzenbasierten Ernährungssystem“ bewilligt. Das neue Projekt hat am 1. März 2023 begonnen. 

Bausteine sind unter anderem die Teilnahme an veganen Konsum-Messen, die Schulung von Handels- und Verarbeitungsbetrieben sowie Öko-Kontrollstellen und die Konzeption und Durchführung eines Wahlpflichtmoduls für Agrarstudierende.

Die Projekte VegÖL I und II wurden gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt eauf Beschluss des Deutschen Bundestages.